Ein „normaler“ Montag ohne Alkohol in Isolation

Es ist 15 Uhr und ich fühle mich heute schrecklich müde. Was macht man an einem Tag daheim, wenn die Devise lautet, nicht aus Langeweile zu trinken? Wenn eine leise Stimme flüstert: Ach nur ein Bier jetzt, das wäre etwas… Nun die einzige Lösung besteht darin, einfach den Gedanken zur Seite zu schieben und sinnvollen Beschäftigungen nachzugehen.

Heute Vormittag habe ich, so gut es geht, im Homeoffice gearbeitet. Am Computer für meine Arbeit Dinge erledigt und dann eine Videokonferenz eingerichtet. Ist schon interessant, wie Corona uns in die Digitalisierung zwingt. Mein Sohn erledigt seine Aufgaben für die Schule zur Zeit recht selbstständig, auch wenn es nervig ist, ihn immer wieder an die Abgabefristen für das Einsenden der Hausaufgaben zu erinnern. Es ist aber alles andere als ein Zuckerschlecken selbst im Homeoffice zu arbeiten und die Kinder davon abzuhalten, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Andauernd krachen die Türen, einer brüllt, die andere weint.

Zum Glück habe ich meine Pflanzen. Die geben keine Widerworte und sie streiten sich nicht. Ich habe vor einer Woche Sonnenblumen ausgesät. Brokkoli und Kohlrabi ziehe ich schon seit drei Wochen vor. Anhand der Pflanzen sehe ich, dass es weiter geht, dass die Welt nicht still steht. Ich liebe es, sie zu gießen und umzutopfen.In den Momenten mit den Pflanzen empfinde ich großes Glück. Bald sind die Sonnenblumen hoffentlich so groß, dass ich sie in den Garten pflanzen kann. Gärtnern ist eine meiner liebsten Beschäftigungen. Das Bild oben zeigt den aktuellen Stand meiner Sonnenblumen. Alte Eierkartons eignen sich prima um die Samen zum Keimen zu bringen. Später werde ich sie noch in größere Becher setzen.

Dann werde ich gleich noch ein Brot backen. Das tue ich öfters und meine Schwester hat mir ein Rezept geschickt, das ich gerne ausprobieren würde. Hier ist das Rezept:

Ich werde es gleich einmal testen und dann davon berichten und noch ein Foto posten.

Es gibt auf dem Weg in das Leben ohne Alkohol viele Beschäftigungen, die man sich geben kann. Die Hauptsache ist, dass man sich bewusst welche sucht. Heute trinke ich seit 6 Tagen wieder keinen Tropfen,  nachdem ich meine Phase der Abstinenz für cirka 10 Tage unterbrochen hatte.  Mir geht es gut damit auch wenn ich gerade unter zwei Decken liege, weil ich ziemlich Schüttelfrost habe. Ich frage mich, was mir der Alkohol überhaupt wieder gegeben hat. Nüchtern betrachtet nichts. Es geht mir wieder viel besser und das Leben ohne Alkohol läuft mir viel leichter von der Hand als das mit.

Ich wünsche euch allen einen wunderbaren Tag. ❤️ lich Eure Freya

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Ein Gedanke zu “Ein „normaler“ Montag ohne Alkohol in Isolation

  1. Hallo Freya,
    Ich kenne deine Problematik sehr gut, ich werde dir meine Email hinterlassen, ich hoffe du kannst sie sehen wenn ich sie in das Email-feld in der Kommentarspalte eingebe. die Gemeinschaft von AA hat inzwischen Onlinemeetings und eine Whatsapp sowie eine Telegramgruppe eingerichtet. Wenn dich die Einsamkeit überkommt kannst du dort jederzeit jemanden erreichen mit dem du reden kannst bis der Druck abgebaut hat. Falls du daran Interesse hast, schreibe mich einfach an.
    MfG reb00t

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