Tag 9: Was es bringt „nein“ zum Alkohol zu sagen

Es ist Freitag. Die Arbeitswoche war wirklich anstrengend. Beim Mittagessen kommt mir der Gedanke in den Keller zu gehen und ein Bier zu holen. Ich habe echt Lust was zu trinken. Runterkommen. Nein, denke ich. Du wirst jetzt nicht durch all die Tage hindurchgegangen sein, um evtl wieder ein Wochenende zerstört zu haben, weil ich nach dem ersten Bier nicht sagen werden kann. Die Vorstellung des Katers am morgigen Samstag schreckt mich ebenfalls zum Glück ab. Und ich habe eine Aufgabe: Einkaufen: ein Geburtstagsgeschenk für meine Tochter und Zutaten für einen Kuchen. Somit trinke ich zwei Gläser Wasser und fahre dann auch prompt los. Ich habe mir die letzten Tage angewöhnt, sobald ich die Lust verspüren etwas zu trinken, einfach schnell etwas zu erledigen, etwas zu machen, das mich an das Leben erinnert und mir Freude bereitet.

Nach dem Einkaufen überkommt mich eine immense Müdigkeit. Zum Glück ist mein Sohn hochmotiviert, den Geburtstagskuchen für seine Schwester zu backen. Ich habe also Zeit für mich, um einmal bewusst wahrzunehmen, was es mir bisher bringt, keinen Alkohol mehr zu konsumieren. Ich möchte euch meine Erkenntnisse gerne mitteilen:

1. Der schönste Effekt ist, ist die Befreiung. Es fühlt sich gut an, zu wissen, dass man es schaffen kann. Es macht mich frei, nicht zu trinken, weil ich mir über meinen Konsum und meine Konsummmengen keine Gedanken mehr machen muss.

2. Ich merke, dass ich einen Willen habe. Er gibt mir Selbstvertrauen, weiterhin stark zu bleiben.

3. Die Freude kehrt in mein Leben wieder ein. Ich fühle sie in mir drin. Das Glück zieht wieder ein. Es kribbelt förmlich, das Leben ruft mich.

4. Ich gehe entspannter denn je zur Arbeit und habe das Vertrauen, dass ich alle Aufgaben in der dafür vorgesehen Zeit erledigen werde. Ich bekomme das Vertrauen ins Leben zurück.

5. Ich merke, dass mein Kopf klar wird, dass meine Gedanken nicht so viel kreisen und dass ich fokussierter denken kann.

Im Großen und Ganzen nehme ich eine höhere Motivation und Leistungsbereitschaft und größere Freude war. Wenn das so weiter geht, dann werde ich hoffentlich wieder wissen, wer ich bin und wo ich hinwill und was mich wirklich glücklich macht, weil ich es wieder in mir fühlen kann.

Alkohol verbaut den Menschen den Zugang zu sich selbst. Ich fange an, das gerade zu begreifen und bin gespannt, wie es weiter geht.

An dieser Stelle danke ich euch allen fürs Lesen oder Liken. Wenn ihr mögt, hinterlasst mir doch gerne einen Kommentar oder stellt mir Fragen.

Ich wünsche euch allen eine wunderbare Nacht.

Ganz herzlich.

Eure Freya

Erkenntnis des 9.Tages: Es lohnt sich, am Ball zu bleiben!

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