Tag 8: Kein Alkohol : Wie soll man da bloß einschlafen?

Endlich ist es heute mal still. So still, dass ich mein Blut in den Ohren rauschen hören kann. Der Lärm des Tages und seine Hektik kommen zur Ruhe. Heute ist ein arbeitssamer Tag gewesen und ich wusste nicht, wo mir der Kopf steht.

Nach der Arbeit will ich einfach nur schlafen. Schlaf tut mir gut. Ich schlafe besonders gut am Tage, weil ich mich dann sicher fühle. Ich fühle mich aufgehoben. Ansonsten ist es seit meinem Stop vom Alkoholkonsum um den Nachtschlaf eher ’schlecht bestellt“. Ich schlafe nicht so schnell ein, wie nach drei kleinen Bier oder zwei Gläsern Wein. Das empfinde ich aber gar nicht dramatisch. So bleibt mir Zeit, den Tag Revue passieren zu lassen. Und ich tue das auch wieder- so wie früher ohne „Schlummertrunk“. Auch gehe ich im Geiste den nächsten Tag durch, besonders stelle ich mir vor, was ich anziehen werde. Das beruhigt mich enorm. Meistens, wenn ich dann bei meinen Urlaubserinnerungen angekommen bin, überfällt mich der Schlaf.

Bis zwei Uhr schlafe ich dann relativ tief und fest, aber dann werde ich wach, teilweise hellwach. Eigentlich könnte ich aufstehen und etwas am Schreibtisch arbeiten, aber das kommt mir dann doch zu sehr nach Studentenzeit vor. Letzte Nacht habe ich dann stattdessen Schokolade gegessen. Meine Güte, krass.

Die anschließende Schlafphase ist von einem leichten Schlaf mit vielen Träumen geprägt. Auch wenn diese teilweise wirklich unangenehm sind, so bin ich glücklich darüber, dass ich in der Lage bin, mich an sie zu erinnern. Das war lange, lange nicht so. Die Träume zeigen mir momentan meine mir unbewussten Baustellen und meine tiefen Ängste.

Wenn wir aber mal ehrlich sind: Es ist doch immer noch besser langsam einzuschlafen und nicht durchzuschlafen, als sich weiterhin mit einem Zellgift namens Alkohol zu betrinken. Der Schlaf nach einer durchgemachten Nacht mit Alkoholrausch war übrigens bedeutet schlechter als jetzt! Von daher: kein Grund zur Klage. Mein Körper zeigt mir auf seine Weise, dass etwas in Bewegung ist, dass etwas anders wird. Und das ist gut so!

Und ich merke eindeutig, dass es besser wird. Dass ich ruhiger schlafe und morgens erholter denn je wach werde. Und eines fühlt sich mega gut an: Nach dem Wachwerden freue ich mich auf den Tag! Ich freue mich, etwas zu erleben, ich freue mich auf einen weiteren konsumfreien Tag. Es fühlt sich gut an, ein Gespür für sich zu entwickeln, wirklich zu merken, dass man lebt.

Tip: Gerade habe ich eine App in der Probeversion heruntergeladen. Sie heißt „Calm“ und beinhaltet Einschlafmusik, Geschichten, mega beruhigende Bilder. Was es nicht alles gibt! Ich werde sie nun sieben Tage testen. Und euch dann davon berichten .

Erkenntnis des achten Tages: Schlaf ist wichtig. Er hilft dabei, zu vergessen und neu anzufangen. Jeden Tag.

Ich wünsche euch allen ganz viel Kraft.

❤️ lich

Eure Freya

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