Tag 5: Weihrauch statt Weinrausch: Im Zeichen der Heiligen der drei Könige

Heute ist Heilige Drei Könige. Drei Könige, die sich auf den Weg machen, um einem kleinen Kind ihre Ehre darzubringen. Weihrauch, Myrre und Gold sind ihre Geschenke, die alle drei kein Zufall sind, sondern ihre eigene Symbolik haben. Gold steht dabei für das Reich Gottes, Myhrre wurde lange als Heilungsmittel verwendet und den Weihrauch kann man als Zeichen der Ausbreitung der Göttlichkeit interpretieren. Genauere Infos könnt ihr hier nachlesen:https://heilige-dreikoenige.de/de/symbolik/gold-weihrauch-myrrhe.html.

Ich finde, diese drei Gaben am Beginn des Jahres von den Weisen aus dem Morgenland zu erhalten, ist doch ein wunderbarer Einstieg in ein neues und glückliches Jahr. Gerade wenn man aufhört Alkohol zu konsumieren, benötigt man Glauben (es zu schaffen), Heilung (von alten und gesundheitsschädlichen Gewohnheiten) und ja, die Ausbreitung der Göttlichkeit wird wohl erfolgen, wenn der Geist in einem gesunden Körper wohnen kann.

Mein Ziel ist es, meinem Körper langfristig die Substanzen zuzuführen, die ihm gut tun. Denn nur in einem gesunden Körper kann ein gesunder und glücklicher Geist wohnen. Den Baukasten des Wissens um einen gesunden Lebensstil habe ich seit langem in der Abstellkammer stehen. Ja, ich habe dazu viel gelesen, es ansatzweise umgesetzt und es einfach ignoriert. Ich habe mich bewusst regelmäßig mit Alkohol zugeschüttet. Die Frage nach dem „Warum“, kann ich dabei noch nicht so genau beantworten. Sicherlich gibt es einen ganzen Haufen an unterschiedlichen Erklärungen, aber die wohl wichtigste Erkenntnis dabei ist: Ich WOLLTE trinken. Ich wollte mich berauschen, ich wollte oft nicht nach dem zweiten Glas Wein aufhören zu trinken, ich habe es mit Vorsatz getan. Ich wusste, was ich tue und ich habe jahrelang die möglichen gesundheitlichen Folgen einfach ignoriert.

Klar kann man sagen, ich „konnte“ nicht aufhören zu trinken. Sicherlich war das nach dem dritten Glas auch oft der Fall, dass ich dann die Kontrolle über mich und mein weiteres Handeln verloren habe. Aber generell wusste ich schon bei dem ersten Glas, dass es dabei nicht bleiben würde, da ich wieder diesen Rauschzustand erreichen wollte. Um diesen zu erreichen, musste ich in den Jahren meinen Alkoholkonsum stetig steigern. Mal eine halbe Flasche Wein, dann eine Flasche Wein, dann eineinhalb Flaschen Wein, dann zwei Flaschen Wein. Der Rausch, das gute Gefühl, die Enthemmung, die gute Laune, das sich über nichts mehr Gedanken machen müssen, das war mein Ziel. Die Krux an der ganzen Geschichte: Ich konnte es bloß zum Preis des stetig ansteigenden Konsums erreichen. Der Körper gewöhnt sich an die Droge und ja, ich wollte trinken und durch den stetigen Anstieg der für den Rausch benötigten Alkoholmenge erlitt ich den sogenannten Kontrollverlust. Ich weiß nicht, ob das bei allen Menschen der Fall ist und man so nach und nach in die Alkoholabhängigkeit rutscht. Ich möchte deshalb an dieser Stelle klar stellen, dass ich hier von meinen persönlichen Erfahrungen spreche und dass diese hier geschilderten Erkenntnisse aus diesen entspringen. Mit den wissenschaftlichen Fakten werde ich mich dann in Zukunft einmal in diesem Blog beschäftigen.

Ich habe mich zu dem radikalen Weg, gar keine alkoholischen Getränke mehr zu mir zu nehmen, deshalb entschieden, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich nicht kontrolliert trinken kann. Wie genau ich das heraus gefunden habe, werde ich in Zukunft einmal näher erläutern. Die Sehnsucht nach dem Rausch ist nach dem ersten Glas Wein oft einfach zu groß. Zudem habe ich diesen Entschluss gefasst, weil ich die Erfahrung machen möchte, wie sich mein Körper ohne das Zellgift Alkohol anfühlt.

Ich kann euch eine sinnvolle App empfehlen, die mir tagtäglich meine Erfolge des Nichtstrinkens vor Augen führt. Nachdem ich Angaben zu meinen Trinkmengen und zum für Alkohol ausgegeben Geldbetrag pro Woche gemacht habe, spiegelt die App mir die täglichen Erfolge in Form von konsumfreien Tagen, dem gesparten Geld, der „neu gewonnenen“ Lebenszeit, der wiedergewonnen gesundheitlichen Lebensqualität. Sie heißt: Quit drinking Stay Sober.

Im Folgenden schildere ich euch meine aktuellen Angaben am sechsten Tag: Momentan sagt die App, dass ich sechs Tage und 1 Stunde nüchtern bin, 30 Euro gespart habe, 8, 6 Stunden Lebenzeit wiedergewonnen habe und 25,8 Drinks ausgelassen habe. Auch spiegelt sie mir, dass die Entzugserscheinungen bald vorbei sind usw. Klar ist mir bewusst, dass das nur Näherungswerte sind, weil meine Angaben evtl. ungenau waren, weil die App nicht meine genauen gesundheitlichen Grunddaten kennt usw. Dennoch: Ich empfinde sie als sehr motivierend, besonders in Bezug auf das gesparte Geld und die ausgelassenen Drinks.

An dieser Stelle möchte ich auch sagen: Falls ihr nun von meinem Blog ein wenig inspiriert seid, auch komplett aufzuhören zu trinken, dann überlegt euch, wie viel ihr tagtäglich konsumiert. Falls ihr das Gefühl habt, dass es tagtäglich und das bedeutend zu viel ist, dann geht bitte zu eurem Hausarzt und sprecht mit ihm, um eventuellen Entzugserscheinungen vorzubeugen oder den Entzug stationär unter Aufsicht zu machen. Bei zu viel Alkoholkonsum können nämlich Entzugserscheinungen auftreten, die im schlimmsten Falle lebensgefährlich sein können.

Gebt da draußen bitte gut auf euch Acht. Gott beschütze euch.

Seid herzlich gegrüßt

Eure Freya

Erkenntnis des 6. Tages: Ich wollte trinken, ich habe mich berauscht und jetzt will ich gesunden Saft.

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